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November - Krankenhaus und mehr.

Autor: Renke | Datum: 09 Dezember 2017, 15:55 | 0 Kommentare

Hi, da bin ich wieder und nach September und Oktober kommt natürlich November, auch wenn es schon Dezember ist. Es tut mir Leid, ich bin einfach nicht dazu gekommen zu schreiben, aber besser spät als nie oder sowas in der Art.

 

Krankenhaus

Es ist gut, dass ich euch in meinem letzten Blogeintrag von meinem Tagesablauf in der Schule erzählt habe, denn nun ist wieder alles anders, denn am 18.11. fingen die großen Ferien zwischen den Jahren an. In diesen Ferien arbeite ich im Krankenhaus in Kigeme, da sie fast drei Monate lang sind und ich bin nur ein Jahr hier, also wäre so lange frei einfach zu lang.

Im Krankenhaus arbeite ich im Out Patient Department (OPD), also der Ambulanz. Ich sitze meistens mit ein bis zwei anderen Schwestern am Empfang. Meine Aufgaben sind zum Einen Patienten, die zum ersten Mal im Krankenhaus sind, eine Akte anzulegen und zum Anderen die Akten der Anderen aus dem Archiv zu holen. Das ist gar nicht so einfach, da viele Patienten nur Kinyarwanda sprechen und die Namen und Orte natürlich auch auf Kinyarwanda sind, aber so lerne ich nochmal mehr. Meistens nehme ich aber eher die Vital Signs der Patienten, also Blutdruck, Puls, Temperatur und Gewicht, da das einfacher für mich ist. Sonstige Aufgaben sind noch die Schwangeren zum Maternity Department, der Mutterschaftsstation, zu bringen, da da das Ultraschallgerät ist und die Akten wieder ins Archiv zu sortieren. Ihr seht ich habe also eine Menge zu tun und habe viel mit Menschen zu tun, was mir sehr gut gefällt.

Da die Patienten erst um 8 Uhr durch die Anmeldung sind und um ungefähr 13 Uhr nur noch darauf warten zum Arzt zu können, sind das nun auch meine Arbeitszeiten.

 

Freizeit (2)

Nachdem ich dann um 13 Uhr frei habe kann ich mich nachmittags um den Haushalt kümmern und kann so einfacher am Wochenende etwas anderes machen. So war ich zum Beispiel letztes Wochenende in Kigali, habe bei einem befreundetem Freiwilligem geschlafen und Felis (eine Mitfreiwillige der VEM) Geburtstag etwas gefeiert. Außerdem habe ich letztens mit Samuel eine Teeplantage in Kitabi besucht, was echt ein traumhafter Anblick war, ich meine ein Ostfriese im Teefeld ist ja quasi im Himmel. Das eigentliche Highlight war aber die Fahrt mit dem Moto (ein Motorradtaxi, die überall rumstehen) dahin, durch die Berglandschaft. Auch hat mir meine Mentorin gezeigt wie man ruandisch auf einem kleinen Holzkohleherd Fleisch kocht.

Eine weitere Sache, die sich im November schon vor den Ferien ergeben hat, ist, dass ein Freund und ich zusammen Englisch unterrichten. Wir machen das montags und mittwochs abends in der Schwesterngemeinschaft, da vor allem die Schwestern zu unseren Schülern zählen, aber auch ein paar andere kommen regelmäßig. Das Unterrichten macht mir großen Spaß, weil die Schüler freiwillig kommen und nett und lernwillig sind.

 

Gottesdienst

Von den Gottesdiensten habe ich meinem Unterstützern in meinem ersten Rundbrief schon erzählt, aber auch euch möchte ich das nicht vorenthalten, denn wenn ich sonntags morgens in Kigeme bin ist der quasi ein Muss. In der Kirche direkt vor meiner Haustür gibt es zwei Gottesdienste, einen um 8 und einen um 10 Uhr und ich verständlicherweise meistens in den Zweiten.

Ich bin hier in einer anglikanischen Kirche, sodass sich der Gottesdienst von dem mir bekannten evangelisch lutherischem unterscheidet. Andere Dinge sind auch einfach national anders, wie natürlich die Sprache. Der Gottesdienst ist komplett auf Kinyarwanda, sodass ich eher weniger verstehe, aber meistens finde ich jemanden, der mir übersetzt und erklärt. Mehr und mehr verstehe ich auch einzelne Sachen oder kenne den Ablauf. Sonst wird jeder Gottesdienst noch von einem Chor begleitet, der vorsingt und manchmal auch Lieder mit der Gemeinde singt. Das darf man sich nicht so zäh, wie in Deutschland vorstellen, sondern der Chor tanzt vorne auch, jubelt und hat Spaß und die Gemeinde mit. Unterstützt wird dieser von einem Keyboard, das nicht nur Klavier, sondern auch elektronische Hintergrundbeats besteuert, was erst sehr befremdlich, jetzt aber sehr schön und witzig ist.

Zum Ablauf: Erst wird viel gebetet, für die Gemeinde, Kranke, die Diözese, das Land, die Regierung und vieles mehr. Unterbrochen wird das immer wieder durch Chöre und Lieder. Dann folgen Ankündigungen und die Lesung. Vor der Lesung wird allerdings noch für die Kinder gebetet, die dann zu einem speziellen Teil für sie rausgehen. Dann folgt die Predigt und der folgen noch Lieder und Segen, der, falls anwesend, vom Bischof vergeben wird. Mir ist noch aufgefallen, dass jeden einzelne Programmpunkt von einer anderen Person übernommen wird, sodass am Ende eine ganze Schaar von Personen beteiligt war. Nach ungefähr drei Stunden ist der Gottesdienst dann (endlich) beendet.

 

Murabeho, auf Wiedersehen, mal wieder aus Kigeme. Ich hoffe ihr hört Ende Dezember und nicht Mitte Januar wieder von mir. Bei Fragen und so weiter, ihr wisst ja wie ihr mich erreichen könnt.

LG R

 

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